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| > | Waging: Gemütliches Treffen mit Zeit zum Ratschen | 02.11.2006 | |||||||||||||||||||||||||||
Waging am See. Zum ersten CSU-Frauenfrühstück des Ortsverbandes Waging am See durfte Christian Reiter insgesamt 20 Damen begrüßen. Gemeinderätin Lydia Wembacher, die diese Veranstaltung ins Leben gerufen und gesponsert hat, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden: "Wir wollen näher am Menschen sein, und was ist da besser als ein gemütliches Frühstück mit viel Platz zum Ratschen?" | |||||||||||||||||||||||||||||
Viele der Anwesenden waren zunächst etwas skeptisch und gespannt, was bei einem Frauenfrühstück der CSU wohl passieren wird. Zu Beginn der Veranstaltung konnten sich alle am köstlichen Buffet im Eiscafé Paolo versorgen. Unterstützt von den vielen Kuchenspenden war für alle etwas dabei. Das Wort "Einladung" wurde vom CSU-Ortsverband Waging am See wörtlich genommen! Moderator Christian Reiter begrüßte anschließend die Referentin des Vormittags Dr. Birgit Seeholzer, Familienbeauftragte des Landkreises Traunstein. In ihrem sehr lebendigen Referat führte sie viel Interessantes und Wissenswertes über die Familienpolitik und die gesellschaftliche Stellung der Frau in der heutigen Zeit aus. So zählt Waging am See nach dem Wegweiser des demografischen Wandels der Bertelsmann Stiftung zu den stabilen Gemeinden im ländlichen Raum mit einem hohen Familienanteil. Ein besonders erfreuliches Merkmal dabei sei, dass die Bevölkerung wächst. Charakteristisch seien auch viele Familien mit Kindern und eine überproportionale junge Bevölkerung. Allerdings dominiere in der Gemeinde die Wohnfunktion. Die Bedeutung als Arbeitsort sei eher gering. Obwohl die Arbeitslosenzahlen unter dem Durchschnitt liegen und die Zahl der Arbeitsplätze in den letzten Jahren zugenommen haben, würden viele der 18- bis 24-jährigen Berufseinsteiger und Bildungswanderer abwandern. Waging verfüge aktuell über eine vergleichsweise starke soziale, wirtschaftliche und demografische Stabilität. Allerdings dürfe diese Stabilität nicht mit Sicherheit verwechselt werden. Bei einer verschärften Standortkonkurrenz könne die jetzige Stabilität ohne aktive Entwicklungssteuerung gerade bei kleineren und mittelgroßen Kommunen im ländlichen Raum schnell in Labilität umschlagen. Hierin sah Christian Reiter eine große Herausforderung für Waging am See: "Wir haben noch frühzeitig die Chance, eine gestaltende Vorsorge für eine nachhaltige und stabile Entwicklung zu treffen. Unsere Stärke als Familienstandort muss unbedingt weiter ausgebaut werden. Siedlungsentwicklung, Infrastrukturausstattung und eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik sind dabei ein unabdingbares Muss. Wir müssen uns als kinder- und familienfreundlicher Wohnort profilieren." "Es ist verwunderlich, dass sich 80 Prozent aller jungen Mädchen eine Familie mit Kindern wünschen, im weiteren Lebenslauf allerdings aus verschiedenen Gründen wie Ausbildung, Arbeitsplatz, etc. dann doch kinderlos bleiben" so Seeholzer weiter. Kinder fehlten heute und in Zukunft. Die finanziellen Anreize und Leistungen des Staates seien sicherlich gut, alleine deswegen werde sich allerdings keine Frau für ein Kind entscheiden. Umso wichtiger sei ein ausgewogenes und attraktives Angebot für Familien mit Kindern direkt vor Ort in der Gemeinde. Die Familienbeauftragte des Landkreises Traunstein biete hierbei jeder Gemeinde im Landkreis ihre Unterstützung an. Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurden noch viele Meinungen und Erfahrungen ausgetauscht. Auch Anregungen und Wünsche für eine familienfreundliche Politik in der Heimatgemeinde wurden vorgebracht. "Zur Familie zählen nicht nur Mutter, Vater und Kinder, sondern auch Großeltern, weitere Verwandte und Verschwägerte. Wir sollten alle Anstrengungen in Kauf nehmen, damit Waging am See auch weiterhin ein attraktiver Ort für Alt und Jung bleibt. Dafür bedarf es einer rechtzeitigen und fundierten Zukunftsplanung unter Einbeziehung der Fachleute wie Frau Dr. Seeholzer", so die Schlussworte zur Veranstaltung von Christian Reiter. | |||||||||||||||||||||||||||||
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