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| > | Mitterfelden: Regionalisierung als Zukunftschance | 05.11.2004 | |||||||||||||||||||||||||||
Mitterfelden. Deutschlandweit haben sich seit dem Jahr 2001 etwa 25 regionale Geldinitiativen etabliert, über 50 stehen in den Startlöchern. Mit dem "Chiemgauer" und dem "Sterntaler" kann man Südostbayern schon fast als Regionalgeld-Hochburg bezeichnen. Hier erweisen sich Chiemgau und Rupertiwinkel als Trendsetter, was überregionalen Medien nicht verborgen bleibt. | |||||||||||||||||||||||||||||
In den letzten Wochen berichteten "Die Zeit" (Das Geld der Anti-Globasierer), der "Stern" (Haste mal `nen Chiemgauer?), die "Publik-Rundschau" (Sterntaler gegen Resignation), das "Handelsjournal" (Umsatz für die Region) und die "Frankfurter Rundschau" ("Die regionale Karte") Das ARD-Magazin "plusminus" war bei den beiden Initiativen zu Gast. "Überall fehlt immer mehr das Geld" lautet auch das Thema des ersten Forums "Nachhaltigkeit". Es findet am Sonntag, 7. November, ab 10.30 Uhr in der Mehrzweckhalle der Hauptschule Mitterfelden statt und dauert bis 19 Uhr. Einlass ist um 9 Uhr. Was sind die Gründe für die immer neuen Milliardenlöcher in irgendwelchen Kassen, für Massenentlassungen, den drohenden Kollaps der Sozialsysteme und das stetige Auseinanderdriften zwischen Arm und Reich? Immerhin gilt mittlerweile jeder zehnte Haushalt in Deutschland als verschuldet. Warum ist das so und was bedeutet das langfristig für die hiesige Region? Welche Rolle Regionalwährungen in diesem Zusammenhang spielen können, darüber will der Veranstalter "Star e.V." mittels hochrangiger Referenten die Bevölkerung informieren. Denn die Geldfrage spielt dabei unbestritten eine wichtige - die Referenten meinen - die entscheidende Rolle, wolle man zukünftig die heimische Region durch nachhaltige Ökologie schützen und für nachkommende Generationen sichern. "Regionalisierung" als Gegenpol zur fortschreitenden "Globalisierung" ist das Schlagwort. Regionalwährungen wie der "Chiemgauer" aus dem Landkreis Traunstein oder der "Sterntaler" aus Ainring versprechen einen neuen Ansatz. So heißt der neue Bestseller der Referentin Prof. Dr. Margrit Kennedy auch "Regionalwährungen - Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand". Laut 1. Vorsitzenden Franz Galler will "Star e.V." drei Interessentengruppen ansprechen. Erstens Verbraucher, die für den Erhalt der Region konkret etwas tun wollen, zweitens Unternehmer, die in einer Regionalwährung ein "gutes Mittel zur Kundenbindung und zum Halten von Kaufkraft in der Region sehen" und drittens alle, die mehr über "Sterntaler", "Chiemgauer" und "Talente", die Zeitwährungen von "Star", erfahren wollen. Vier Redner tragen in der Mehrzweckhalle in Mitterfelden kurzweilig und in komprimierter Form ihre Referate vor. Grußworte sprechen Ainrings 1. Bürgermeister, Hans Eschlberger, Klaus Starke, der Sprecher des deutschen Regionetzwerks, Dr. Georg Bejenke, Sprecher der Landkreis-Agenda BGL, Marlene Berger-Stöckl, Vorstandsmitglied von "Region aktiv" und Rudolf Röhrl, Geschäftsführer der WFG BGL. Mit dem Titel "Überall fehlt das Geld. Warum eigentlich?" startet dann um 11 Uhr die Vortragsreihe mit Thomas Seltmann. Um 11.30 Uhr beginnt die Hauptrednerin, Prof. Dr. Margrit Kennedy, deren Beststeller "Geld ohne Zins und Inflation" in 18 Sprachen übersetzt wurde. Ihr Thema sind die Komplementärwährungen als Bausteine einer nachhaltigen Wirtschaft. Nach der Mittagspause wird Christian Gelleri, Waldorflehrer in Prien und Begründer des "Chiemgauers" über die Erfolgsgeschichte des Schülerunternehmens aus Prien und seinen nächsten Schritt, den "E-Chiemgauer", berichten. Im letzten Vortrag informiert dann 1. Vorsitzender Franz Galler über Stand und Zukunftsplanung des Vereins "Star e.V." unter dem Motto "Sterntaler und Talente - regionale Währungen für das BGL". Seit Start des Sterntalers am 1. April diesen Jahres machen mittlerweile fast 100 Unternehmen aus dem Landkreis bei der Initiative "Sterntaler" mit, und jede Woche kommen neue dazu. Eintrittskarten für das Forum gibt es sowohl an der Tageskasse sowie auch im Vorverkauf im "Star"-Büro in Mitterfelden, Salzburger Straße 40, Telefon 08654/776302. | |||||||||||||||||||||||||||||
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